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Foto Tipps für Anfänger - Teil 1 Blickwinkel

Deine Fotos gefallen dir nicht?

 

Möchtest du deine Fotografie verbessern, so stehst du sehr schnell vor einem Berg von Fragen. Die erste Frage ist da meist:      

 

Warum sehen meine Fotos so langweilig aus?

 

Dann liest du im Internet auf den verschiedensten Seiten von Hobby- und Profifotografen etwas über Blende, Brennweite, Belichtungszeit und ISO und denkst dir: “Das Verstehe ich nie!“. Es kommen weitere Fragen auf wie: Was bewirkt die Blende? - Welche Blende wähle ich wofür? - Was ist die Brennweite? - Welchen Einfluss hat die Belichtungszeit? - Und welchen Einfluss der ISO Wert? Wie verhält sich dies alles untereinander? etc..

 

Apple Iphone 7 – f/1.8 – 4 mm – 1/340 s – ISO 20

Vergiss das erst einmal. Wenn dich der Fotografievirus packt, kommst du ganz sicher später darauf zurück.

 

Wenn du glaubst, dass gute Fotos nur mit professionellem Equipment zu erstellen sind liegst du falsch. Eine gute Ausrüstung ist sicherlich hilfreich, wenn du diese auch bedienen und in der vollen Bandbreite der angebotenen Möglichkeiten nutzen kannst. Als Anfänger würdest du an einer professionelen Kamera verzweifeln und schenll die Lust an der Fotografie verlieren.

Aber auch mit dem Smartphone (siehe links) oder der Kompaktkamera lassen sich tolle Bilder machen.


Fotografie ist mehr als Technik

Ich denke, dass die Technik eher Nebensache ist und nicht maßgeblich für ein gutes Bild ist. Das Foto rechts z.B. wurde mit einer gewöhnlichen Kompaktkamera aufgenommen. Was ende zählt ist doch das Ergebnis, also das Foto.

 

Was ist ein gutes Foto? Was ist ein schlechtes Foto?

Ich treffe diese Unterscheidung nicht, sondern ich unterscheide zwischen denen die ich behalte und denen die ich lösche. Wenn ich Aufnahmen einer Fototour sichte, lösche ich oft 70% und mehr. Einige sind unscharf, verwackelt oder auf andere Art missglückt.

Anders ist es bei Erinnerungsfotos, diese sind grundsätzlich gut, da Sie dir etwas bedeuten. Es gibt einen Unterschied, zwischen Bildern die für mich interessant sind und Bildern die auch andere interessieren könnten – zwischen persönlichen und vorzeigbaren Aufnahmen.

Olympus my700 – f/9 – 6,5 mm – 1/125 s – ISO 64


 

Womit sollest du als Fotografie Anfänger starten?

 

Fotografieren, Fotografieren, Fotografieren. Anders geht es nicht. Finde heraus welche Arten von Motiven dir am besten gefallen.

 

Eine einfache Kamera hat zu diesem Zeitpunkt den Vorteil, dass du nicht viel über die Bedienung und Bedienelemente nachdenken musst. Du fotografierst einfach. Nutze den Automatikmodus.

 

Dabei wirst du schnell feststellen, welche Fotos dir gefallen und Welche nicht. Schau dir diese genauer an und finde heraus, warum dir ein Foto gut gefällt. In der Regel ist der Bildaufbau entscheidend dafür, dass dir ein Foto gefällt.

 

Der Blickwinkel

Durch verändern deines Blickwinkels erreichst du schon zu Anfang enorm viel in Sachen Bildwirkung. Wenn du im Urlaub an einem von Touristen beliebten Spot bist, wie z.B. dem Brandenburger Tor in Berlin, dann achte mal darauf wie fotografiert wird. Die Leute fotografieren mit der Kamera auf Augenhöhe, stehend und frontal dem zu fotografierenden Objekt zugewandt. Diese Bilder findest du zu tausenden im Web.

Möchtest du dich von solchen Bildern absetzen, erreichst du schon viel, wenn du deinen Blickwinkel veränderst und einfach mal in die Hocke gehst und /oder von rechts oder links dein Fotos machst.

Medion MD86888 – f/4,2 – 14,6 mm – 1/125 s – ISO 160

Canon EOS 6D – f/5 – 200 mm – 1/250 s – ISO 1000


Ein Pilz in der Wiese von oben fotografiert ist noch kein Hingucker. Aber von der Seite auf „Augenhöhe“ wirken sie schon interessanter. Wenn dann noch, wie hier rechts eine kleine Fliege im Moment des Auslösens durchs Bild schwirrt, wird’s richtig spannend.

 

Also, bevor du auf den Auslöser drückst, mach die ein paar Gedanken zu deinem Foto.

  • Welche Position bietet den besten Blickwinkel auf das Motiv?
  • Überlege ob ein frontaler Blickwinkel dein Motiv ideal zur Geltung bringt oder ob die diagonale Richtung die bessere ist.

Achte auf störende Elemente vor oder hinter dem Kernmotiv ins Bild ragen. Zum Beispiel ein Laternenpfahl, ein Ast oder Baum der einer Person aus dem Kopf zu wachsen scheint. Manchmal genügt ein kleiner Schritt nach rechts oder links um ein Störendes Element aus dem Bild verschwinden zu lassen.  Bei Bildern, wie den Pilzen oben rechts, nimm störende Dinge wie kleine Äste oder Laub aus dem Bild. Bei größern Motiven, kanns es auch mal sein, dass du zu allererst Müll entfernen musst. Störende Elemente nachträglich aus dem Bild zu entfernen ist so einfach nicht möglich und immer mit einen größeren Aufwand verbunden, als wenn du dies vor dem drücken des Auslösers machst.

 

Achte auf diese "Kleinigkeiten" und du wirst sehen, deine Foto werden besser.

 

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